KPV Infocenter

Unten findest du Links und Auszüge (Feeds) von aktuellen Beiträgen der Websites des Gemeinde- und des Städtebundes. Die Feeds weiterer kommunalpolitischer Informationsanbieter kannst du mit den Links in der linken Spalte aufrufen. Durch den Datenimport kann es manchmal zu Problemen (Darstellung von Sonderzeichen und Umlauten, nicht funktionierende Links, etc). Wir bitten um Verständnis.

Feeds von Gemeinde- und Städtebund

Es wird immer schwieriger, junge Menschen zu finden, die in Kommunen eine Lehre machen wollen. In Zukunft wird das auch teuer, denn die großen Betriebe rüsten auf, um an Fachkräfte zu kommen. Noch teurer wäre es allerdings, auf diese Investitionen und auf Lehrlinge zu verzichten.
Investieren wir nicht in unsere Positionierung auf dem Arbeitsmarkt und die Qualität unserer Ausbildung, werden wir es in Zukunft schwer haben, junge Menschen zu überzeugen, bei uns zu arbeiten.

Der Österreichische Städtebund lädt Sie daher zu diesem für die Städte und Gemeinden immer bedeutsameren Thema am 16. April 2020 zu einer Veranstaltung ins Media Center des Rathauses in Graz ein.

Bei Interesse melden Sie sich bitte bis 2. April 2020 unter folgendem Link an:
https://www.staedtebund.gv.at/ausschuesse/arbeitsgruppe-lehrlingsmanagement/anmeldung.html

Am 15. April 2020 besteht außerdem die Möglichkeit, sich mit anderen TeilnehmerInnen um 18 Uhr zu einem informellen Austausch im Don Camillo am Franziskanerplatz zu treffen. 

Feed-ID: 7, 16.4.2020

Themenschwerpunkte:

  • Übergangsfrist für e-card verlängert
  • §57a StVO-Fristen sollen verlängert werden
  • Erfahrungen aus Singapur
Feed-ID: 7, 27.3.2020

Themenschwerpunkte:

  • Was ist bei Home Office zu beachten?
  • Grünes Licht für virtuelle Vereinsversammlungen
  • Stundung und Aussetzung von Gemeindeabgaben und Kommunalsteuer
Feed-ID: 7, 26.3.2020

Themenschwerpunkte:

  • Warnung vor Betrügern in Schutzanzügen
  • Gemeinden – ein Fels in der Brandung der Corona-Krise?
  • Informationen über Kurzarbeit
Feed-ID: 7, 25.3.2020

Themenschwerpunkte:

  • Erläuterungen zum 2. COVID-19 Maßnahmepaket der Bundesregierung mit den Auswirkungen auf Städte und Gemeinden
  • Maßnahmenpaket „häusliche Gewalt“
  • Auswirkungen auf Vergaberecht und Fristen
  • Auswirkungen auf Bauverträge und Baustellenmanagement
Feed-ID: 7, 24.3.2020
Rechtlicher Schwerpunkt im Bereich "Corona und Tätigkeit der Städte".
Feed-ID: 7, 19.3.2020

Am 17. März 2020 findet zum fünften Mal die Jahrestagung zum „Gewerblichen Betriebsanlagenrecht“ in Linz statt. Diese Veranstaltung wurde seitens des Manz-Verlages ins Leben gerufen und aufgrund der für die PraktikerInnen wertvollen Inhalte hat sich der Österreichische Städtebund um eine Kooperation in diesem Bereich bemüht.

Geben Sie bitte bei der Anmeldung das Kennwort „Mitglied Städtebund“ an:
https://www.manz.at/service/veranstaltungen/Kalender.html

Ort: Arcotel Nike
Untere Donaulände 9
4020 Linz

Feed-ID: 7, 17.3.2020

Wien (OTS) Erst 2019 wurde eine Frau Bundeskanzlerin der Republik Österreich, doch auch auf lokaler (Gemeinde-) Ebene gibt es durchaus  Aufholbedarf.

Anlässlich des Internationalen Frauentages hat sich der Frauenausschuss des Österreichischen Städtebundes die Zahlen genauer angesehen und den Frauenanteil der GemeindepolitikerInnen aus ganz Österreich bzw. den der 75 größten Städte bewertet. Fazit: auch die lokale Politik ist männlich dominiert, doch in Städten sieht es deutlich besser aus als in kleineren Gemeinden. Und: sogar wenn der Stadtsenat weiblicher wird – an der Spitze steht dennoch meistens sein Mann.

Zwtl.: 16 Prozent Bürgermeisterinnen in den 75 größten Gemeinden
BürgermeisterInnen sind meistens männlich: von allen 2.095 österreichischen Gemeinden werden nur 8 Prozent von Frauen als Bürgermeisterinnen regiert.
Besser sieht es in den 75 größten Städten aus: hier sind es  mit zwölf Bürgermeisterinnen immerhin fast doppelt so viele Bürgermeisterinnen als in Gesamtösterreich.
Diese Zahlen korrelieren auch mit den Bezirks-Auswertungen der Ergebnisse des Equal Pay Day, wonach in größeren Städten die Frauenerwerbsquote höher und damit der Equal Pay Day später begangen wird als in kleineren Gemeinden.

Zwt.: Zeitenwende
„Der Frauenanteil in der Kommunalpolitik spiegelt auch wieder, welches Umfeld Frauen Mitbestimmung ermöglicht. Es gibt noch immer enormen Aufholbedarf, aber in Städten gelingt es offensichtlich besser – sei es durch Kinderbetreuung, Arbeits- und Bildungsmöglichkeiten oder auch durch andere Rollenbilder“, sagte dazu Thomas Weninger, Generalsekretär des Österreichischen Städtebundes.
Die Zahlen werden in der Publikation „Österreichs Städte in Zahlen“ Ende März veröffentlicht.

Die Vorsitzende des Frauenausschusses des Österreichischen Städtebundes, die Wiener Frauenstadträtin Katrin Gaal, ermutigt andere Frauen, sich ebenfalls in die Politik einzubringen. „Der Frauentag ist wichtig, um darauf aufmerksam zu machen, dass wir Tag für Tag für gleiche Chancen und für Gleichberechtigung eintreten. Solidarität, gegenseitige Unterstützung und die Vernetzung von Frauen sind wichtiger denn je. Mädchen und junge Frauen sollen wissen, dass ihnen alle Möglichkeiten offenstehen!“

Zwtl.: Veranstaltungen in Österreichs Städten
In den Städten gibt es eine Vielzahl von Veranstaltungen rund um den 8. März. Hier ein kurzer Auszug:

  • Villach nimmt sich am 7. März im Theater der „wütenden weißen Männer“ an, die mit ihrem verkrusteten Weltbild, das auf Konkurrenzkampf und Ausbeutung jeglicher Ressourcen basiert, einen Abwehrkampf gegen die Zukunft führen.
  • In Bruck an der Mur wird es ein Filmprogramm am 8. März geben „Senora Teresas Aufbruch in ein neues Leben“ und „Gott existiert und ihr Name ist Petrunya“ zeigt bei freiem Eintritt das dortige Frauennetzwerk im Stadtkulturkino.
  •  In Linz wird um den Frauentag herum der Frauenpreis der Stadt verliehen, das ist heuer bereits geschehen und er ging an die Mädchen- und Frauenfußball-Sektion der Union Kleinmünchen.
  • In Wels gab es am 4. März den alljährlichen Kabarettabend mit Isabell Pannagl, darüber hinaus finden noch spezielle Frauenspaziergänge statt.
  • In Graz wird am 5. März seitens der Stadt der Grazer Frauenpreis verliehen.
  • Auch die Stadt Klagenfurt verleiht heuer zum ersten Mal den „Maria Tusch Preis“.
  • In St. Pölten soll speziell auf das Lesetheater hingewiesen werden „Frauen feiern furchtlos Feste“, das am 14. März stattfindet.
  • In Innsbruck gibt es in der Nacht von den 7. Auf den 8. März traditionell die Lange Nacht des Frauenfilms.
  • In Wien wird es am 6. März wieder das offene Rathaus geben, in das alle Wienerinnen ab 14.30 Uhr herzlich eingeladen sind.

www.staedtebund.gv.at

Rückfragen:
Saskia Sautner
Kommunikation Österreichischer Städtebund
Telefon: +43 1 4000-89990
Mobil: +43 676 8118 89990
saskia.sautner@staedtebund.gv.at
 

Feed-ID: 7, 6.3.2020

WIFI4EU zielt darauf ab, eine gemeinsame Wissensbasis zwischen den Mitgliedstaaten zu schaffen, die Vernetzung zu erleichtern und den Austausch bewährter Verfahren und Lösungen für die Herausforderungen von Breitbandprojekten zu fördern. Es ist ein Projekt von drei Generaldirektionen der Europäischen Kommission (Kommunikationsnetze, Inhalt und Technologie, Regional- und Stadtpolitik sowie Landwirtschaft und ländliche Entwicklung).

Am 17. März 2020 um 13.00 Uhr wird ein WiFi4EU-Aufruf gestartet. Der Aufruf dauert anderthalb Tage und endet am 18. März um 17.00 Uhr. Alle registrierten Gemeinden, erhalten ein E-Mail, in der sie daran erinnert werden, die Belege gegebenenfalls zu überprüfen/ zu aktualisieren. Um den WiFi4EU-Gutschein in Höhe von 15.000 EUR online beantragen zu können, müssen die Gemeinden vor dem Start des Anrufs im WiFi4EU-Portal (www.wifi4eu.eu ) registriert sein. 

LINK https://ec.europa.eu/digital-single-market/en/wifi4eu-kostenloses-wlan-fur-alle?lang=de

Feed-ID: 7, 6.3.2020

Bei Rückfragen:

Herbert Saurugg, MSc
Präsident der Österreichischen
Gesellschaft für Krisenvorsorge
Tel: +43 660 3633896 
Mail: praesident@gfkv.at
www.krisenvorsorge.jetzt

Feed-ID: 7, 25.2.2020

Die Innsbrucker Stadträtin Christine Oppitz-Ploerer und ehemalige Bürgermeisterin wurde gestern in Orleans als Vorsitzende des Finanzausschusses des RGRE (Rat der Gemeinden und Regionen in Europa) durch den Hauptausschuss für weitere drei Jahre einstimmig wiedergewählt.

Zwtl.: Engagement im Städtebund und auf europäischer Ebene

Christine Oppitz-Plörer war von 2010 bis 2018 Bürgermeisterin der Tiroler Landeshauptstadt und trägt nun als Stadträtin weiterhin Verantwortung für die Stadt. Von Beginn dieser politischen Funktionen an, war sie auch über die Stadtgrenzen hinaus innerhalb des Österreichischen Städtebunds aktiv tätig. Dies nicht nur als Mitglied der Geschäftsleitung, sondern auch in unterschiedlichen Fachausschüssen des Städtebunds und bei vielen anderen Aktivitäten. Außerdem war sie mehrere Jahre auch Mitglied des Kongresses der Gemeinden und Regionen Europas. Sie führte damit die Tradition ihrer Heimatstadt eines aktiven Engagements im Rahmen der kommunalen Interessenvertretung auf nationaler wie auch internationaler Ebene, intensiv weiter.

Zwtl.: Europäischer Gemeindetag in Innsbruck 6.-8. Mai 2020

Alle vier Jahre veranstaltet der RGRE den CEMR Congress (Europäischer Gemeindetag), der heuer vom 6. bis 8. Mai in Innsbruck stattfinden wird. Die Initiative für den Gastgeberort Innsbruck erfolgte unter der damaligen Bürgermeisterin Oppitz-Plörer.
Thematischer Schwerpunkt wird die Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen (SDGs) auf kommunaler Ebene sein. Dazu werden über 1000 Gäste aus ganz  Europa erwartet, die sich in Workshops und Diskussionsforen zur nachhaltigen Gestaltung der Städte und Gemeinden austauschen werden. Nähere Informationen unter:  www.cemr2020.at

Der Rat der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE; Englisch Council of European Municipalities and Regions, CEMR) wurde 1951 in Genf von einer Gruppe europäischer Bürgermeister gegründet. Er ist heute der größte Spitzenverband lokaler und regionaler Gebietskörperschaften Europas, seine Mitglieder sind über 50 nationale Verbände von Städten, Gemeinden und Regionen aus 37 Ländern. Zusammen repräsentieren diese Verbände rund 100.000 lokale und regionale Gebietskörperschaften. Der RGRE sieht sich einerseits als Interessenvertretung und Sprachrohr seiner Mitglieder gegenüber den Europäischen Institutionen und andererseits als Plattform für den Austausch von Wissen und Erfahrungen bei allen Themen kommunalen Wirkens. (www.ccre.org)

Rückfragehinweis
Mag.a Saskia Sautner
Kommunikation
Österreichischer Städtebund
Rathaus, A-1082 Wien
Telefon: +43 1 4000-89990
Mobil: +43 676 8118 89990
saskia.sautner@staedtebund.gv.at

 

Feed-ID: 7, 24.1.2020

Die Fortsetzung der beliebten Sonderausgaben zum Thema VRV 2015 lag für public und seine Partner - der Moore Stephens City Treuhand und dem KDZ - Zentrum für Verwaltungsforschung, auf der Hand. Sie finden nun hier die dritte kostenlose Ausgabe des Nachschlagewerks.
Mit einem Klick gelangen Sie zum neuen public Sonderheft VRV 2015:  http://www.gemeindemagazin.at/magazin_detail.php?ID=1063

Alles Wissenswerte rund um die Themenkomplexe der Eröffnungsbilanz werden gut verständlich mit einfachen Beispielen erklärt. 
Mit dieser Ausgabe wollen wir den Gemeinden ein weiteres kompaktes und verständliches Werk zur Verfügung stellen, um die notwendigen Schritte zur Eröffnungsbilanz rechtzeitig und fundiert setzen zu können.

Feed-ID: 7, 24.1.2020

Das EuGH-Urteil, das Airbnb als Dienst der Informationsgesellschaft einstuft, ist ein „herber Rückschlag für das Bemühen der Städte, klare Regelungen zu schaffen, um den verheerenden Auswirkungen von Kurzfrist-Vermietungen Einhalt zu gebieten“, reagierte Thomas Weninger, Generalsekretär des Österreichischen Städtebundes auf die Entscheidung. Er forderte „rasche Gespräche mit dem Bund über gesetzliche Maßnahmen in Österreich“ und gegenüber der EU-Kommission eine Überarbeitung der E-Commerce-Regelung. Denn was als billige Reisemöglichkeit für Jugendliche begann, fängt jetzt an Städte und Gemeinden zu knebeln und einzuschränken“ so Weninger.

Auch wenn das Urteil des EUGH vom Städtebund respektiert wird, ist dies noch mehr ein Beweis dafür, dass die aktuelle (europäische) Gesetzgebung in der Kurzzeitvermietung, bei den Fahrtendiensten (UBER etc.), bei E-Scootern und in vielen anderen Diensten der Informationsgesellschaft nicht mehr zeitgemäß und dringend reformbedürftig ist. Eine gänzliche Novellierung der 20 Jahre alten E-Commerce-Richtlinie und eine Neuerfassung aller dieser Dienste im geplanten Digital Service Act ist zu begrüßen und längst überfällig. Auf jeden Fall sind hier die Interessen der Städte und kommunalen Unternehmen zu berücksichtigen“ so Generalsekretär Dr. Weninger.

Die Diskussion über den richtigen Umgang mit digitalen Plattformen, die Kurzzeitvermietung von Wohnungen und Eigenheimen organisieren, Fahrtendienste und andere Dienste der Informationsgesellschaft, beschäftigt nicht nur den europäischen Gerichtshof, Bundes- und Landesgesetzgeber, sondern vor allem die Städte. Dabei geht es nicht nur um den korrekten Umgang mit gesetzlichen Regulativen oder Gebührenregelungen (Ortstaxe, Gewerbeordnung), sondern vor allem um die Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt.

Zwtl.: Salzburg-Studie belegt negative Auswirkungen auf Wohnungsmarkt

Um über aussagekräftiges Zahlenmaterial in der Frage der Kurzzeitvermietung zu verfügen, hat der Österreichische Städtebund bereits vor einiger Zeit ein Forschungsprojekt zu an der Universität Salzburg beauftragt, die Auswirkungen von AirBnB auf den Salzburger Wohnungsmarkt damit aber auch auf andere Städte in Österreich zu analysieren.

In Salzburg dominieren demnach AnbieterInnen aus dem eher kommerziellen Bereich: 46 Prozent der Einnahmen aus Airbnb-Vermietungen entfallen auf Betreiber, die pro Monat mehr als 4500 Euro brutto lukrieren, weitere 20 Prozent nehmen pro Monat sogar mehr als 13.500 Euro ein. AnbieterInnen mit mehr als fünf Wohnungen/Häusern wurden als „Top-AnbieterInnen“ gerankt. Sie machen zwar nur fünf Prozent der Airbnb-Anbieter in der Stadt Salzburg aus, offerieren aber 28 Prozent der Unterkünfte.

In Zusammenhang mit den Auswirkungen auf die Wohnsituation in den Städten ist eine Erkenntnis des Forschungsberichts eindeutig: Die Kurzzeitvermietung entzieht die Wohnungen langfristig bis dauerhaft dem bestehenden Angebot. Nach Schätzung der StudienautorInnen betrifft das mehr als 50 Prozent der inserierten Wohnungen und Häuser. Das hat zwei Gründe: Das „Home-Sharing“ (das Vermieten einzelner Zimmer in der eigenen Wohnung) spielt eine untergeordnete Rolle. Es werden größtenteils ganze Wohnungen oder Häuser vermietet und zwar kaum durch private Anbieter, sondern vorwiegend durch kommerzielle Nutzer.

Städte, in denen der Tourismus ein großer wirtschaftlicher Faktor ist, wie zB Wien, Salzburg, Innsbruck, stehen vor großen Herausforderungen: Einerseits sind neue Formen der Beherbergung wichtig für die Entwicklung der Tourismusdestination, es lassen sich damit auch neue Zielgruppen erschließen. Jedoch müssen sowohl die Anliegen der neuen Anbieter, die der bestehenden Tourismuswirtschaft, sowie die Bedürfnisse der Bevölkerung durch faire Regelungen gewahrt sein.

Europäische und internationale Metropolen wie London, Paris, Amsterdam und Berlin stehen vor ähnlichen Problemen und haben bereits regulatorische Maßnahmen gesetzt, um die nachhaltige Zweckentfremdung von Wohnraum zu verhindern. Ein taugliches Instrument dafür: die Wohnungen müssen vor der Vermietung registriert werden. Ansonsten ist die Vermietung nicht zulässig. Über Registrierungspflichten wird jetzt auch in Österreich diskutiert bzw. wurde, wie zB in Salzburg, bereits umgesetzt. Ein wirksames Mittel kann aber nur in der Erlassung einer Regelung, die für ganz Österreich gilt, gesehen werden.

In den von der Geschäftsleitung des Österreichischen Städtebundes beschlossenen „Forderungen an die neue Bundesregierung“ sind die wichtigsten Punkte zu den Kurzzeitvermietungen bereits formuliert:

  • Zugang zu Plattform-Daten: Eine effektive Verwaltung benötigt in der digitalen Wirtschaft die zugrundeliegenden Daten
  • Rechtssicherheit für Städte: das für digitale Unternehmen geltende Sitzlandprinzip und die damit verbundenen ausländischen Rechtsvorschriften sind zu überdenken
  • Online-Plattformen: sind längst keine digitalen „Schwarzen Bretter“ mehr, sondern verfügen über die übermittelten Daten und stellen Zusatzdienste zur Verfügung

„Der Städtebund unterstützt die Forderung nach bundeseinheitlichen Regelungen für Kurzzeitvermietung unter Einbindung des Städtebundes. Bisher ist hier leider nicht viel weitergegangen. Aber auch im Bereich Mobilität, im Bereich des öffentlichen Raums und des Zugangs zu Daten sind neue Regelungen erforderlich “, sagte Weninger.

Rückfragen:

Saskia Sautner
Kommunikation Österreichischer Städtebund
Telefon: +43 1 4000-89990
Mobil: +43 676 8118 89990

saskia.sautner@staedtebund.gv.at
 

Feed-ID: 7, 20.12.2019

Mehrere Europaabgeordnete aus drei Fraktionen (Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten, der Grünen und der Linken) haben sich heute hinter die Forderungen der Europäischen Bürgerinitiative „Housing for all“ gestellt und zum Unterschreiben der Initiative aufgerufen. Darunter Ernest Urtasun, Manon Aubry, Leïla Chaibi, Manuel Pizarro, Evelyn Regner, Andreas Schieder, Martin Schirdewan, Kim van Sparrentak und Agnes Jongerius.

„Die Unterstützung durch die EU-Abgeordneten ist ein wichtiges Signal“, freut sich Michael Ludwig, Bürgermeister der Stadt Wien und Präsident des Österreichischen Städtebundes. Der Österreichische Städtebund gehört zum überparteilichen Netzwerk, das die Initiative unterstützt. Beim Städtetag 2019 in Rust wurde die Unterstützung der Initiative als Resolution einstimmig beschlossen.

„Ein europaweites Problem braucht eine europaweite Antwort. Die Wohnversorgung der BürgerInnen muss ein Teil der Daseinsvorsorge“, fordert nun Städtebund-Präsident und Wiener Bürgermeister Michael Ludwig.

Europäische Bürgerinitiative „Housing for All“

Die dramatische Wohnungsnot in Europa erfordert dringend bessere EU-Gesetzgebung, um mehr öffentliche Investitionen in den öffentlichen und geförderten Wohnbau zu ermöglichen. Dies fordert die Europäische Bürgerinitiative „Housing for All“.  Denn:

  • Europäische Gesetze beschränken Städte und Gemeinden, wenn sie in bezahlbares Wohnen investieren wollen. Seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 sind die öffentlichen Investitionen in bezahlbares und soziales Wohnen um 50 Prozent zurückgegangen.
  • Es gibt einen dramatischen Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Europas Städten. Wohnen ist für viele Menschen viel zu teuer. Es bleibt immer weniger Geld zum Leben (und die Wirtschaft anzukurbeln).
  • Viele Menschen werden aufgrund der hohen Wohnkosten gezwungen, die Stadt zu verlassen und pendeln jeden Tag über lange Strecken in die Stadt zur Arbeit oder zum Studium.
  • Kurzzeitvermietung an Touristinnen und Touristen über digitale Plattformen verknappen den Wohnraum für die einheimische Bevölkerung in vielen Städten zusätzlich.

Zur Initiative “Housing for All”

Die Europäischen Bürgerinitiative “Housing for All” wird getragen von einem überparteilichen Netzwerk aus der Mitte der Gesellschaft - sowohl von Mieterverbänden -und Mietervereinen, sozialen NGOs, Gewerkschaften, Menschenrechtsorganisationen, kirchlichen Einrichtungen, Interessensvertretungen von Studierenden, Pensionistinnen und Pensionisten, Alleinerziehenden als auch von gemeinnützigen und kommunalen Wohnbauträgern, Bauwirtschaft, Städtenetzwerken sowie Privatpersonen, die sich  für bezahlbareres Wohnen in Europa einsetzen.

Fakten zur Europäische Bürgerinitiative

Eine Europäische Bürgerinitiative (EBI) ist ein Instrument der partizipativen Demokratie, das den BürgerInnen die Möglichkeit gibt, Einfluss auf die Politikgestaltung der EU zu nehmen und konkrete Änderungen der Rechtsvorschriften in den Bereichen anzuregen, in denen die Europäische Kommission befugt ist, Rechtsakte vorzuschlagen. Um eine EBI zu starten, braucht es 7 EU-BürgerInnen die in mindestens 7 unterschiedlichen Mitgliedsländern leben und das Wahlalter erreicht haben. Diese BürgerInnen bilden den Bürgerausschuss, den offiziellen Organisator einer EBI. Der Bürgerausschuss von Housing for All besteht aus engagierten BürgerInnen aus Österreich, Spanien, Deutschland, Schweden, Kroatien, Portugal und Zypern.

Wenn es gelingt, bis zum 18.3.2020 eine Million Unterschriften zu sammeln (und in sieben Staaten eine festgelegte Mindestanzahl Unterschriften zu erreichen), dann müssen die Anliegen sowohl von der EU Kommission als auch vom Europäischen Parlament angehört und behandelt werden.

Alles Infos zu „Housing for all“ unter: www.housingforall.eu, wo die Initiative auch Online unterschrieben werden kann. Innerhalb eines Jahres wollen die InitiatorInnen 1 Million Unterschriften erreichen.

Rückfragehinweis:

Saskia Sautner
Österreichischer Städtebund
Tel. +43 4000-89990
saskia.sautner@staedtebund.gv.at 

Karin Zauner-Lohmeyer
Sprecherin der Europäischen Bürgerinitiative "Housing for All"
karin.zauner@housingforall.eu
Tel. +43 650 46 10 742
www.housingforall.eu

Feed-ID: 9, 12.12.2019